Das Jesukind: trägt ein blaues Tuch oder Hemd
Blau ist die Himmelsfarbe, die göttliche Farbe und stellt den Knaben auf eineBedeutungsstufe mit den königlichen Besuchern.
Liegt das Kind auf einem weißen Leinentuch, so wird auf die
Leidensgeschichte, auf das Grabtuch, das Schweißtuch der Veronika verwiesen.
Maria:
Mirjam „ bitteres Meer“ ist Marias hebräischer Name
Maria die Mutter des Kindes, ist ein junges jüdisches Mädchen. Ihr meist offen
getragenes Haar, nur vom weißen Schleier bedeckt, belegen die vornehme Herkunft
und Jungfräulichkeit. Himmlisches Blau und leidendes Rot sind Ihre Farben.
Die Gottesmutter sitzt oder kniet links auf der Evangelienseite neben dem Kind.
Zahlreiche Krippen vor allem Kastenkrippen schmücken Perlen oder Muschelschnüre
sie sind ein Hinweis auf den Meerstern aus der auf Maria
als Muschel aus der die göttliche Perle hervorging.
Josef: steht gleichberechtigt neben Marie der leiblichen Mutter
In der Hand hält Josef oftmals einen Stab aus dem der Überlieferung nach eine
Lilie entsprießt als Zeichen des Tempelwunders und Hinweis von Josefs
göttlicher Auserwählung für Maria.
Bis zum Drei Königstag ein Davidstern danach ein Stern mit Schweif über der Krippe
Die Prophezeiung ist erfüllt, Abstammung von König David.
Die Tiere: Ochs und Esel gelten als Beschützer und Zeichen neuer Könige
Auch Franz von Assisi hatte für sein Krippenvorbild „ die Waldweihnacht „
im 13. Jahrhundert nur Futtertrog Kind und Tiere.
Der Ochse kennt seinen Besitzer und der Esel die Krippe seines Herrn.
Israel aber hat keine Erkenntnis, mein Volk hat keine Einsicht.
Der Ochse: steht mit Josef immer auf der rechten Seite.
Immer sollte der Ochse, das Rind, der Stier die biblischen Bezeichnungen
wechseln mit Josef auf der rechten Seite des Kindes stehen.
Nur so überträgt sich Stärke und schützende Kraft auf dessen Pflegevater.
Der Esel: galt in der Bibel als geduldiges Lastentier, ausdauern, genügsam und Weise.
Der Esel steht links bei Maria, sie hat viel Leid zu tragen, die Eigenschaften desTieres sollen ihr dabei helfen.
Die beschwerliche Reise von Nazareth nach Bethlehem, die Flucht nach Ägypten, am Palmsonntag: Esel begleiten die Kindheit s – und Lebensgeschichte in
auffallender Weise.
Drei Weise Männer aus dem Morgenland, Astrologen Magier, die sich erst
Ende das 2. Jahrhunderts in Könige verwandeln
Melchior: in meist rotem Mantel mit Hermelinkragen hat eine helle Gesichtsfarbe. Er versinnbildlicht den europäischen Herrscher. Sein Petruskopf mit langem weißen Haar und Bart kennzeichnen ihn als Greis.
Er kniet als erster vor dem Kind, stellt einen Kasten mit Gold ab.
Macht und Ewigkeit drückt dieses Geschenk aus.
Sein Reittier ist das Pferd.
Balthasar: mit heller Bronzehaut als Vertreter Asiens .Er vertritt die Menschen in der Blüte ihres Lebens. Sein Haar ist dunkel kurz geschnitten. Blau dominiert bei seiner orientalischen Kleidung. Sein Geschenk: Weihrauchkörner Sinnbild
für Christus den Priester Gottesnähe und Gotteskraft.
Sein Reittier ist das Kamel.
Caspar: noch jung dunkelhäutig Äthiopier allgemein Afrikaner. Mit ihm steht die Jugend der Welt an der Krippe Grün mit Lachsrot ist er meist gekleidet. Er überreicht Myrre , Harz vom Balsambaum.
Er schenkt damit ein ärztliches Hilfsmittel Arzt und Heiland bedeutet dieses Symbol und ist gleichzeitig Hinweis auf die vielen Wunder Jesu.
Der Stall: oder Höhle die Wohnstatt des Kindes ist ein Hinweis auf die
Zeitwende, auf das Ende des Alten und denn Beginn des Neuen Testamentes
Als Krippenställe sehen wir immer wieder, Ruinenhafte Gebäude, baufällige oder halbfertige Ställe, stürzende Säulen. Sie drücken den Wendepunkt für die Menschheit aus. Werden und vergehen. Mit Christi Geburt beginnt der Übergang vom Alten zum Neuen Testament. Zwei Fenster, oft eines geöffnet, eines zugemauert oder vernagelt, weisen in die gleiche Richtung.
Schmale Stege oder Brücken führen in eine andere Epoche, vom alten ins Neue Jahr. Den Übergang von der alten heidnischen in eine neu christlichen Zeit dokumentieren in den Krippen die Brücken und Stege über wilde Schluchten u. breite Ströme.
In Alpenländischen Krippen balanciert darauf der Brückenschleicher oder einglücksbringender Kaminkehrer.
Der Flötenspielenden Hirtenknabe verkörpert das fromme Heidentum.
Versunken lauscht er mit dem Herzen, begreift das Heilsgeschehen noch nicht recht, bläst gedankenverloren die Flöte, das Instrument des Pan.
Die um ihn gruppierten Schafe spiegeln in ihrer Gestik häufig eine ähnliche Gemütslage wieder.
Quellen und Brunnen in der Krippe oder Figuren mit Krug erinnern an eine Marienlegende.
Danach ging die junge Frau hinaus ,um mit ihrem Krug Wasser zu schöpfen, als ihr eine Stimme und danach ein Engel die Empfängnis mitteilte.
Noch heute besuchen Pilger diese angebliche Marienquelle in der griechischen Kirche
in Nazareth.
Das einfache Volk, die Menschheit an sich tritt mit den Hirten vor das Kind.
Alle tragen einfache Gewänder, sind barfuss tragen Überwurf und Schaffelle.
Ihre Kleidung zeigt Farben aus der Natur: Grün, braun, schwarz.
Nicht zuletzt aber sind sie Ausdruck des Heilmotivs vom „ Guten Hirten“
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