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Unsere Oberflächenbehandlungen
 

Hier zeigen wir Ihnen kurz die unterschiedlichen Oberfllächenbehandungen die wir für unsere Schnitzereien verwenden.

Natur:
Schnitzereien werden mit farblosem Bienenwachs eingewachst und leicht poliert. Naturholz dunkelt im Laufe der Jahre etwas nach. Das Wachs schützt das Holz vor Verschmutzungen.
   
Gebeizt einfarbig:
Schnitzereien werden mit Wachsbeize in vorwiegend hellen Brauntönen gebeizt und anschließend eingewachst. Gebeiztes Holz dunkelt nicht mehr nach.
   
Verschieden gebeizt:
Um den Ausdruck und die Details einer Schnitzarbeit zu betonen werden hier Haare und Teile von der Traperie mit dunklerer Beize abgesetzt. Zum Abschluss wird das Stück wieder eingewachst.
   
Lasiert:
Hier werden die Schnitzereien leicht mit Wasserfarben bemalt. Der Farbauftrag ist so durchsichtig, das man darunter die Holzmaserung noch gut erkennen kann. Abschließend wir die Figur noch eingewachst.
   
Lasiert, echt vergoldet:
Lasiert wie oben beschrieben. Bei dieser Farbgestaltung werden Teile der Figur z.B. Mantel oder Kleid mit echtem Blattgold 24 Karat vergoldet.
   
Gefaßt und echt vergoldet:
Gefaßt heißt, daß diese Figuren eine Kreidegrundfassung und mit 24 Karat Blattgold belegt sind Bei einer solchen Figur muß auch der Untergrund anders. aufgebaut werden, als bei einer lasierten Figur.

Wir möchten Ihnen hier einmal die verschiedenen Arbeitsgänge einer Vergoldung darlegen: Der Aufbau einer Polimentvergoldung ist ein vielschichtiger Vorgang, der sich seit dem Mittelalter kaum verändert hat. Sie kann auf jedem saugenden Untergrund ausgeführt werden. Nachfolgend werden die Stufen der Grundierung und ihre Materialien, bis hin zur Hochglanzvergoldung beschrieben.

Beschaffenheit des Holzes für Vergoldungen:
Das Holz der zu vergoldenden Sachen muß gründlich ausgetrocknet sein. Ist dies nicht der Fall und wird auf feuchten Holz gearbeitet, so treten später die aus dem Eintrocknen entstehenden Übelstände auf. Das Holz schwindet zusammen, es entstehen Risse, und unter Umständen wenn das Holz sehr feucht war, kann dann sogar der ganze Leimgrund mit der daraufsitzenden Vergoldung abspringen.

Das Leimtränken:
Verwendet wird meist Knochen oder Hautleim. Das Leimtränken dient dem Zweck, eine gute Verbindung der nachfolgenden Kreidegründe mit dem Untergrund herzustellen. Bei richtiger Leimstärke soll der getrocknet Auftrag leicht glitzern.

Steingrundieren:
Nach dem trocknen der Leimtränke erfolgt das sogenannte Steingrundieren. Er soll dünn, leimig und heiß (50°C) aufgetragen werden. Er wird nicht gestrichen sondern mit den Borstenpinsel aufgestupft, und nach dem trocknen geschliffen. Nach dem trocknen des zweiten Steingrundes wird nicht mehr geschliffen, sondern gleich der Weiß - oder Kreidegrund aufgetragen.

Der Kreidegrund:
Je nach dem zu vergoldenden Gegenstand wird die Wahl des Materials getroffen, einmal kann der Grund dick aufgetragen werden (wie bei Rahmen usw.) ein andermal dünn (wie bei feinen Schnitzereien, Figuren). Ein Grund mit China-Clay ist für feine Sachen geeignet. Bologneserkreide ist sehr weich und wird deshalb
hauptsächlich für Gravierungen verwendet. Beim Anmachen des Kreidegrundes wird die Kreide in die Leimlösung eingerieben oder durch ein Sieb
hindurch eingestreut. Dieser Kreidegrund muß je nach Wahl und Art der auszuführenden Arbeit 4- bis 8 malaufgetragen werden. Als Regel gilt: den Grund stets warm auftragen.

Das Schleifen:
Die weitere Bearbeitung geschieht nun durch Schleifen oder Reparieren; durch diese Arbeiten muß der Grund ganz glatt und ohne Fehler hergestellt werden, da die darauffolgenden Aufträge von Poliment daran nichts mehr verbessern können. Es muß deshalb auf das Schleifen wie auf das Reparieren von vornherein größte Sorgfalt verwendet werden. Das Schleifen geschieht meist naß, mit Bimsstein oder Schachtelhalm, seltener trocken, mit Glaspapier. Besonders eignet sich das wasserfeste Ölschleifpapier in der feinsten Körnung.

Das Löschen:
Mit „Löschen“ wird das Überstreichen des geschliffenen Grundes mit Leimwasser oder dünnem Poliment bezeichnet. Man unterscheidet also die Leimlösche und die Spiritus- oder Polimentlösche. Das Leimlöschen geschieht mit ziemlich Schwachem, heißem Leimwasser. Durch die Leimlösche soll für das Poliment eine Zwischenschicht auf dem Kreide- Weißgrund hergestellt werden, die einem allzu starkem Anziehen des Grundes vorbeugen soll.

Das Poliment:
Das Poliment ist der eigentliche Haftgrund für das Gold, es ist ein feiner, besonders vorbereiteter und geleimter Ton von roter, gelber oder graublauer Färbung. Dieser Ton wurde von jeher als Hauptmaterial für den Golduntergrund verwendet. In der Vergoldung spielt der Ton die Rolle des Goldträgers. Auf ihm haftet das dünne Goldblatt infolge seiner Fettigkeit und Saugkraft fest.

Glanzvergoldung:
Aus Wasser und reinem Spiritus oder Brandwein wird eine Netze hergestellt. Der Auftrag der Netze erfolgt mit einem weichen Haarpinsel. In die nasse angelegte Stelle wird sofort das Blattgold angeschossen. Deshalb darf nicht mehr am Werkstück mit Netze angelegt werden als sofort vergoldet werden kann. Fehlstellen müssen sofort nachvergoldet werden.

Das Polieren:
Ist ein sorgfältiges Glätten, ein Glattreiben des Goldes, wozu man besondere Werkzeuge, die sogenannten Poliersteine, benutzt. Dies sind heute fast ausschließlich Achatstücke, die in rundlich gebogener oder stumpf abgerundeter Form geschliffen und hochfein matt geglättet sind. Mit den Achatpoliersteinen reibt man das Gold, wenn die Netze völlig trocken ist- was bei normaler Temperatur 2 bis 3 Stunden nach dem Anschießen der Fall sein wird -, behutsam und vorsichtig , unter leichtem gleichmäßigem Druck an. Mit dem Polieren ist die Glanzvergoldung beendet.

Mit Fragen und Problemen wenden Sie sich bitte an

info@herrgottschnitzer.de

oder rufen Sie uns unter
09924/393
an wir werden Ihre Fragen gerne beantworten.

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